Winter

Die stille Zeit des Jahres - Winter.

Die Natur kommt zur Ruhe und schöpft Kraft für den nächsten Frühling. Einige Pflangen nutzen aber diese Zeit als die ihre und sprießen schon sacht und die kalte Erde. So wie mein Postelein, dass sich gut vermehrt hat und zahlreich zu sprißen begonnen hat. Der Jüngste freut sich schon riesig auf die Ernte und ich nicht minder.

Für die Tiere im Garten steht Futter bereit und wird nach Bedarf aufgefüllt. Alte, rostige, ausgediente Harken haben wir am Zaun befestigt, daran hängen nun Meisenknödel und die letzten Äpfel des Jahres.

Ich werde mir in der ruhigen Zeit überlegen, was ich so im nächsten Frühjahr im Garten umsetzen möchte / kann.

Postelein

Manche nennen es Winterportulak oder Tellerkraut, aber ich finde den Namen Postelein wunderbar. Er passt zu der kleinen zierlichen Pflanze, die zu wachsen beginnt, wenn das Meiste noch in Winterruhe liegt. Egal ob Schnee oder Frost, das Postelein liebt es und gedeiht. Letztes Jahr ( das erste Jahr von unserem Postelein bei uns im Garten ) musste ich unser Postelein noch beschützen, weil der kleine Mann hier im Haus es gerne mit seinen fünf Fingern in den Mund stecken wollte. Bei jedem Gang am Beet vorbei, ein Blick, ein Griff   ... mmmmh ... . Aber mein Schutz hat geholfen, das Postelein konnte Samen bilden, sich gut vermehren und diesen Winter in voller Pracht sprießen.

Postelein ist nicht nur ein schönes Kraut, dass in einer unwirtlichen Zeit wächst, sondern auch eins, das uns einiges zu geben hat, Postelein hat einen frischen, knackigen Geschmack ( es erinnert mich an Eisbergsalat ) , viel Vitamin C und noch zahlreiche Nährstoffe, die in dieser Jahreszeit zu kurz kommen. Vielseitig einsetztbar ( als Gemüse, im Salat oder Smoothie ) schenkt uns das Postelein all sein gutes , genießt es und erfreut euch auch an den zarten Blüten, die später im Frühjahr die runden Blätter krönen.

Huflattich

Obwohl noch Winter, Ende Januar, schaut bei uns der Huflattich schon zaghaft aus der Erde.

Das besondere am Huflattich ist, dass er zuerst seine Blütenknospen aus der Erde schauen lässt und anschließend seine Blätter. Für gewöhnlich schauen ja zu erst die Blätter und Stängel aus der Erde, die Pflanze ist schon recht groß, bevor die Blüten erscheinen. Beim Huflattich jedoch nicht. Laut Pflanzenführer und der Stelle, von der ich mir ein Stück Huflattich mit genommen hatte, kommen die Blütenknospen ab März aus der Erde. Nun haben wir erst Ende Januar.

Wir könnten jetzt orakeln, was das wohl zu bedeuten hätte. Kommt der Frühling früher ? Brauchen wir den Huflattich dieses Jahr vermehrt? Meine Kräuterfrau sagt immer, wenn eine Krankheit vermehrt auftritt, wachsen auch die helfenden / heilenden Pflanzen in dem Jahr vermehrt.

Huflattich ist schleimlösend und hilfreich bei Husten. Sein lateinischer Name Tussilago farfara bedeutet soviel wie Hustenvertreiber.

Seine Blätter, die anschließend erscheinen, ähneln den Blättern der Pestwurz. Die vom Huflattich sind jedoch von der unterseite weiß pelzig und konnten von so manchem Wanderer in " Not " als Toilettenpapier benutzt werden.

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