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Johanniskrautöl / Rotöl

Es ist Juni und die Blüten des Johanniskrautes blühen, passend zum Johannistag am 23. Juni.

Jetzt ist es Zeit die zarten Blüten des echten Johanniskrautes zu ernten. Man erkennt sie an den kleinen punkten auf Blatt und Blüte, den Öldrüsen. Zerreibt man die Blüte zwischen den Findern, tritt das rote Öl heraus und färbt die Finger ( keine Angst, das geht beim waschen wieder weg ;) ).

Dieses Öl hat heilende Wirkung. Es hilft bei trüben Gedanken, Muskelbeschwerden und Verbrennungen ( durch Sonne oder Hitze ) . Für das Rotöl, sein nahme kommt durch die Farbe, nehmen wir die trockenen Blüten.

Man nehme:

  • Blüten des echten Johanniskrautes

  • Öl (nach belieben Sonnenblumen- oder auch ein gutes Olivenöl )

  • ein sauberes Marmeladenglas

  • Kaffeefilter, optimal

  • einen Behälter aus dunklem Glas für das fertige Öl

Die Blüten an einem trockenen Tag pflücken und bis Abends antrocknen lassen, denn mit ganz trockenen Blüten kann das Öl leider nicht angesetzt werden.  Nun die Blüten grob zerkleinern und in ein Marmeladenglas füllen. Das Öl so in das Glas gießen, dass die Blüten gut bedeckt sind, um Schimmel zu vermeiden. Über Nacht das Glas mit einem Tuch abdecken, damit die Restfeuchte entweichen kann. Am nächsten Tag das Glas mit dem dazugehörigen Schraubdeckel schließen und an einen hellen, nicht sonnigen, Platz stellen. Nun zieht das Öl die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Johannisöl heraus und färbt sich mit der Zeit rot. Wichtig ist, dass das Glas täglich geschüttelt wird, um das Öl immer wieder gut zu verteilen und die Schimmelbildung zu vermeiden. Nach 4-6 Wochen ist das Öl fertig und kann abgefiltert werden. Wer noch einen alten Kaffeefilter hat, kann das Öl dadurch filtern , ansonsten geht auch ein feines Tuch oder Sieb. Das Öl am besten in eine dunkle/s  Flasche/Glas füllen, damit es dort geschützt aufbewahrt werden kann. Steht das Öl anschließend in einem geschlossenen Schrank muss der Behälter nicht unbedinkt aus dunklem Glas bestehen.

Johanniskraut

Blütenzucker

Die ersten Blüten strahlen in der Frühlingssonne und laden zum Pflücken ein. Ihre Farben mache ich in Blütenzucker haltbar. Als Topping für Muffins oder anderes Gebäck eine feine Sache und gar nicht mal schwer.

Man nehme:

  • Blüten von Gänseblümchen, Löwenzahn ( hier nur das gelbe) , Veilchen ( am besten Duftveilchen, wenn man keine hat, gehen auch andere , dann wird der Zucker nur Lila ohne Duft, auch nett ;) )

  • Zucker oder ein anderen kristallinen Süßstoff ( Xucker , etc. )

  • Messbecher

  • Mixer oder Mörser

  • Teller zum trocknen lassen

Die vorhandenen Blüten in dem Messbecher abmessen und in den Mixer füllen. Nun die Hälte der Blütenmenge mit Zucker auffüllen. Den Zucker zu den Blüten geben und so lange mixen, bis die gewünschte Blütengröße erreicht ist. Wer die Blüten noch stückchenweise sehen möchte, mix oder mörsert nicht so lange. Anschließend den Zucker auf einem Teller trocknen lassen. Den trockenen Zucker nochmal mit der Hand zerbröseln und trocken verpacken.

Apfelblüten - Sirup

Unsere Apfelbäume sind übersäeht mit Blüten und um ihnen die Last der späteren Äfel zu nehmen , haben wir dieses Jahr die Blüten etwas ausgedünnt. Keine Angst für die Bienen sind es noch mehr als genug. Selbst wenn wir später "nur" ein viertel der jetzigen Blüten als Äpfel ernten können haben wir mehr als genug. Das Rezept des ApfelbütenSirups habe ich schon vor Jahren mal im Internet gesehen, nur war damals die Zeit nicht dafür. Dieses Jahr nutzen wir die Fülle der Blütenpracht.

Man nehme:

  • 100g Apfelblüten ( nur die schönen offenen Blüten, trocken ernten )

  •  30g Zitronensäure ( Wer möchte kann auch Zitronensaft nehmen, ich nehme lieber die Zitronensäure,     denn dann wird der Sirup klarer.)

  •    1 kg Zucker

  •    1 l   Wasser

100g Blüten sind schon eine riesige Menge. Von den Blüten wird nur das weiße bzw. rosane benutzt, die Staubgefäße ( also das wo die Bienen dran gehen ) dürfen auch mit dazu. Alles was grün ist wird abgeknipps und kommt weg.

Der Zucker und die Zitronensäure werden im heißen Wasser aufgelöst. Ist das Zuckerwasser etwas abgekühlt, werden die Blüten vorsichtig untergerührt. Nun darf das ganze über Nacht im Kühlen ziehen. Am nächsten Tag die Blüten absieben, alles sprudelnd aufkochen und noch heiß in Flaschen füllen.

Unser Sirup hat einen rosanen Farbton, ob das an der Blütenfarbe liegt weiß ich nicht, denn der größte Teil war weiß. Außerdem verströmt er einen wunderbaren Duft, nach Rosen und Kirschen.

Der Sirup schmeckt lecker in kühlem Wasser ( ob Sprudel oder nicht ist jedem selbst überlassen ) oder als Topping von Eis und Dessert.

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Waldmeister - Zucker

Diese Jahr möchte ich es mit Waldmeister-Zucker probieren. Vor ein paar Jahren habe ich Waldmeistergelee gekocht, aber der kam bei den Herren hier im Hause nicht so gut an. Im letzten Jahr habe ich Waldmeister im Schattenbeet vor der Haustür angepflanzt und er ist sehr gut wieder gekommen ;)

Man nehme:

  • 150g Zucker ( welcher Art ist egal, den ihr bevorzugt, Birkenzucker, Xylit etc. )

  • etwa 15 Zweiglein Waldmeister (ohne Blüte!)

Den Waldmeister vor der Blüte ernten. Nach der Blüte vermehrt sich das Cumarin, ein Stoff der bei uns Menschen Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen hervorrufen kann. ( Wobei Waldmeister in geringen Dosen gegen Kopfschmerzen wirken kann. ) Um dem ganzen vorzubeugen sollte der Waldmeister vor gebrauch etwas anwelken, egal ob ihr Bowle , Zucker oder Sirup zubereiten möchtet.

Nun werden die Blätter schichtweise mit dem Zucker in ein Glas geschichtet. Nach 2-3 Wochen  im dunklen Keller oder Schrank, können die Blätter entfernt und der Zucker benutzt werden.

Zum aromatisieren von Süßspeisen etc.

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ApfelKuchenSirup

3 Liter Apfelsaft, die sich als 4,5 Liter entpuppen wollen verarbeitet werden. Gelee haben wir genug, zu Apfelkuchen eignet er sich nur bedingt. Und nun ?  Eine Nacht zum drüber schlafen blieb mir noch und so viel es mir, kurz bevor die Augen zufielen ein.

Es sollte, zumindest ein Teil davon, ApfelKuchenSirup , werden.

Man nehme:

  • 1l Apfelsaft

  • 450g Zucker

  • 1 Vanillezucker

  • 1 Prise Zimt

  • 2 Tüten Zitronensäure

Alles in einen Topf füllen aufkochen und anschließend 20 Minuten köcheln lassen. Nun den Sirup, noch heiß, in Glasflaschen füllen und abkühlen lassen. Wer möchte kann die Flaschen im Kühlschrank oder ( wie bei mir ) im kühlen Keller lagern. Bei mir hält der Sirup bis zu einem Jahr, falls er nicht vorher ausgetrunken wird.

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SalbeiSirup

Ich habe einen leichten Salbeiüberschuß und ich muss ehrlich gestehen, das Salbei nicht so mein Kraut ist

( duftmäßig gesehen ). Aber dieses Jahr habe ich den SalbeiSirup für mich entdeckt. Er schmeckt wie dir Salbeibonbons aus der Apotheke, nur halt ohne dieses Kratzen am Gaumen. Also wie schon fertig gelutschte Bonbons ;)

Man nehme:

  • 1 kg Zucker

  • 1 l Wasser

  • etwa 80g frische Salbeispitzen

  • 5g Zitronensäure

Die Salbeispitzen evtl. von kleinen Tierchen befreien. Währenddessen den Zucker in heißem Wasser auflösen und anschließend die Salbeispitzen darin eintauchen. Über Nacht das ganze stehen lassen und nach etwa 24 Stunden den Salbei abseihen.

Nun alles nocheinmal mit der Zitronensäure aufkochen und heiß in Flaschen abfüllen.

Hilft bei Husten, Halsschmerzen und übermäßiges Schwitzen

Dazu 2-3x tägl. 2Teelöffel Sirup in warmen Wasser oder Tee einrühren und schluckweise trinken oder pur löffeln.

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Salbei

Spitzwegerich to go

Mücken roll on

Um dem plagenden Jucken von Mückenstichen entgegen zu wirken, haben wir vor einigen Wochen Spitzwegerich Tinktur angesetzt. Der kleine Mann hat fleißig beim Sammeln und klein schnibbeln geholfen.

Dann wurde alles in ein großes Glas gefüllt und mit Alkohol so aufgefüllt, dass alles gut bedeckt war. Nun hieß es warten und täglich das Glas schütteln, um Schimmelbildung vorzubeugen. In dieser Zeit, habe ich nach kleinen " Deorollern " gesucht und für uns die passenden gefunden. Es gibt so viele verschiedene Varianten, aber ich fand für uns diese Miniroller aus Braunglas am besten.

Mit einer Pimpette haben wir dann die fertige Tinktur in die Gläschen gefüllt. Und nun können wir nur warten bis mal eine Mücke zuschlägt, um unsere Roller mal zu testen. Schon ein bisschen merkwürdig, das man sich freut, wenn mal eine Mücke sticht.